Mensch, Gesellschaft und Wissen
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Verteidigungspolitik: Wehrhafte Demokratie oder Kriegstreiberei?

75 Jahre Grundgesetz

Kurs-Nr. Z110033
EzV
Datum Do., 21.03.2024, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Dauer 1 Termin, insg. 2 Ust.
Teilnehmerzahl ab 0
Entgelt 0,00 €
Leitung
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Kursort
Ach hätte sich mit der deutschen Wiedervereinigung und dem Ende der Sowjetunion doch das "Ende der Geschichte" angedeutet, so wie der amerikanisch Politikwissenschaftler Francis Fukuyama damals formuliert hat. Dann hätten sich viele Staaten dauerhaft in eine liberale, marktwirtschaftliche Demokratie verwandelt...

War aber leider überzogener Optimismus. Schon in den 90er-Jahren haben Bosnien- und Kosovokrieg uns aus diesem Traum gerissen - der Überfall Russlands auf die Ukraine macht deutlich, dass internationale Abkommen und Verträge durch brutale Machtpolitik null und nichtig werden können. Und Abrüstungshoffnungen der 90er-Jahre wurden wieder von realen Bedrohungsszenarien abgelöst. Die NATO ist mitten in ihrer Sinnsuche auf ihren alten Sinn zurückgeworfen worden: Bündnisverteidigung.

Doch wollen wir die Hoffnung auf friedliche Lösungen wirklich aufgeben? Wann hat die Reaktion auf militärische Invasionen den überfallenen Ländern wirklich Frieden gebracht? Sind nicht viele militärische Konflikte irgendwann in Stellungskriegen mit Pattsituation aufgegangen? Und hinterlässt nicht ein Truppenabzug nach Jahren häufig mehr Chaos und Tod als der Einsatz ursprünglich beenden sollte? Darf man dafür eigene Soldaten in den Krieg schicken?

Schließlich die Frage, wie wir unsere Landesverteidigung aufstellen müssen. Und müssen wir bereit sein, unser Land notfalls mit Waffengewalt zu verteidigen? Ist Russland zuverlässig nur mit Atomwaffen abzuschrecken?

Was ist mit dem konsequenten Pazifismus? Darf, ja sollte man den Einsatz von Waffen generell ablehnen? Aber was, wenn Kriegstreiber dann ungehemmt andere Länder überfallen und dort morden? Ist der pazifistische Anspruch möglicherweise nur dann moralisch gerechtfertigt, wenn er auf das eigene Land, womöglich sogar auf die eigene Person bezogen wird? Oder ist Krieg nicht schon deshalb immer die schlechtere Alternative, weil er immer die schlimmeren Konsequenzen nach sich zieht?

Diese schwierigen Fragen werden wir an diesem Abend mit Leutnant zur See Joshua Marx (Bundeswehr) und zwei Vertreter*innen der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkriesges sowie des Internationalen Versöhnungsbundes diskutieren.
Datum
Do., 21.03.2024
Uhrzeit
19:00 Uhr - 20:30 Uhr
Ort
Stadtbücherei
Lobbericher Straße 1, 41334 Nettetal-Breyell


Kreisvolkshochschule Viersen

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